Mission Impossible? Bei Gott ist alles möglich (Matthäus 19,26)!
Endlich angekommen
Nach all den Mühen und Schwierigkeiten waren wir also tatsächlich abends in Yawisla angekommen. Der Gottesdienst, der unser Missionscamp eröffnen sollte, lief schon und zumindest die Pastoren Albert und Silverio waren wegen der Probleme mit dem Auto (s. 1. Teil des Berichts) noch nicht vor Ort, sondern kamen etwas später nach. Aber wir wurden nicht etwa von einer ungeduldig wartenden Gemeinde begrüßt, sondern von einem sehr freundlichen, jungen Pastor namens Obner, der uns zunächst einmal unsere Unterkunft zeigte und dann sogleich zu einem Abendessen bat, wo uns sofort Tee und Brot gereicht wurde. Die netten Frauen in der Freiluftküche sollten uns nach diesem Wochenende besonders in Erinnerung bleiben, arbeiteten sie doch unermüdlich an der Verpflegung für uns und alle Teilnehmenden, so dass es selten vorkam, dass unter den großen Kesseln kein Feuer und niemand beim Zubereiten einer Mahlzeit zu beobachten war.
Gestärkt schüttelten wir nur ein wenig den Staub der Reise von unserer Kleidung und kamen sogleich zum Gottesdienst, der auf Quechua, einer indigenen Sprache gehalten wurde. Als es dann daran ging, unser Missionsteam vorzustellen, kamen glücklicherweise auch gerade Pastor Albert und Pastor Silverio an, so dass einer staunenden Gemeinde die bunte Truppe aus z.T. weitgereisten Missionaren vorgestellt wurde (v.l.n.r.: Noemís Vater Pastor Felix, Noemís Mutter Ely, Markus, Josue, Svet, Noemí, Sven, Pastor Albert und Pastor Silverio).
Nach einigen netten Worten und bewegendem Lobpreis auf Quechua- nicht umsonst sagen die Bolivianer, dass im Himmel Quechua gesprochen wird- verabschiedeten wir uns in unseren Schlafsaal. Die Teilnehmenden schliefen auf Strohmatratzen, Isomatten oder Schaffellen in der Kirche oder in den Autos, mit denen sie gekommen waren. Dennoch waren sie gespannt und voller Vorfreude auf die kommenden beiden Tage. Wir hingegen hatten echte Betten und eine Toilette, zu der nur wir den Schlüssel bekamen. So ließen sich für uns die Strapazen der Reise erst einmal vergessen.
Am nächsten Morgen ging es aber schon gegen 7 Uhr mit Frühstück weiter. Der stark gezuckerte Tee und das leckere, selbstgebackene Brot halfen uns wach zu werden und sogleich mit den
Vorbereitungen für den Tag zu beginnen.
Während bereits die erste Morgenandacht der Erwachsenen lief, hörten wir, dass immer mehr Leute und vor allem viele Kinder ankamen. Wir selbst waren eifrig damit beschäftigt, möglichst schnell die Materialien aus unseren vielen Kartons in Geschenktüten zu packen: Schulutensilien wie Stifte, Hefte, Mäppchen, Radiergummis, Anspitzer, aber auch Malbücher, Comics und Lernhefte der bolivanischen Bibelgesellschaft (Sociedad Biblica Boliviana) und natürlich Bibeln.








