Unsere Reise nach Bolivien – 1. Kapitel

Liebe Geschwister der Gemeinde Münster! 

Auch in diesem Jahr haben wir mit einem kleinen Team die Missionsarbeit unserer Partnergemeinde Iglesia Punto de Gracia, und Pastor Israel Huanca und Seniorpastor Félix Huanca in Cochabamba, Bolivien, vor Ort unterstützt.  

In der Bibel heißt es in Matthäus 28, 18-20: 
„Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Einheitsübersetzung)

Mit dieser Verheißung haben wir uns im Juli 2026 auf die lange Reise nach Südamerika gemacht. Die sehr engen, familiären und persönlichen Kontakte haben es uns nicht nur leicht gemacht, sondern sie waren und sind sehr wichtig, um einen solchen Auftrag und denm damit verbundenen Aufwand überhaupt umsetzen zu können. Um es vorwegzunehmen – diese Reise war trotz mancher Bedenken zu Beginn eine segensreiche Reise. Es hat sich eindrücklich gezeigt, dass der Glaube an unseren gemeinsamen El Señor y Salvador (Herrn und Retter) Menschen verschiedener Kontinente nicht nur zueinander führt, sondern sie auch voller Vertrauen an einem gemeinsamen Werk arbeiten lässt. 

Die Christusstatue Cristo de la Concordia steht über der Stadt Cochabamba in Bolivien. Die 34,2 Meter hohe Statue ist mit dem 6,24 m hohen Podest 40,44 m hoch und damit die dritthöchste Christusstatue der Welt.

Wir werden in einer Serie über diese Reise berichten. Das erste Kapitel informiert über die Ankunft und den Besuch zweier kleiner Dorfgemeinschaften. 

Kapitel 1 

Der jährliche Besuch zweier Dörfer in den Anden 

Wegen der engen persönlichen Kontakte zu Menschen in einer Bergregion unternahmen wir zunächst eine Tagesreise nach Palcapampa und Ch’aqui Potrero. Noemi hatte dort als Biologin eine Zeitlang gearbeitet und gelebt und so freundschaftliche Beziehungen aufbauen können. 

Auf dem Weg dorthin haben wir eindrücklich sehen können, dass es eine große Benzin- und Dieselknappheit in Bolivien gibt. Wir haben sehr lange Warte-Schlangen vor den Tankstellen gesehen.  

Bolivien ist sehr armes Land und besonders außerhalb der großen Metropolen wird die Armut besonders sichtbar. Die Menschen leben von dem, was auf der Erde wächst, und das ist in den Bergregionen nicht viel. 


Am späten Abend zuvor haben wir, und insbesondere Noem
ìs Mutter für die Kinder kleine Geschenke-Taschen u.a. mit Schulutensilien, Hygiene-Artikeln, einer Bibel und, einer Taschenlampe  andere Dinge vorbereitet. 

Vorbereitung der Geschenke-Tasche durch Noemi’s Mutter.


Mit der Armut sinkt auch das Bewusstsein für den Umweltschutz. Unser Wille war es zunächst einmal, den Menschen zu zeigen, dass sie wichtig sind, jeder einzelne, und wir an sie denken. Sie haben es sehr dankbar angenommen und waren sehr stolz und glücklich, dass wir aus Deutschland angereist sind, um sie zu besuchen.

Den Kindern in der Schule haben wir dann die kleinen Geschenke-Taschen überreicht. Wir hatten den Eindruck, dass die Bibeln selbst wurde von den Kindern als besonderes Geschenk angenommen wurden. Es war beeindruckend, wie aufmerksam, schüchtern und zurückhaltend sie gewesen sind.


Daniel 2, 38: “Und in der ganzen bewohnten Welt hat er die Menschen, die Tiere auf dem Feld und die Vögel am Himmel in deine Hand gegeben; dich hat er zum Herrscher über sie alle gemacht: Du bist das goldene Haupt.“

Anhand dieser Bibelstelle haben wir den Kindern vermittelt, dass auch wir und damit jeder von uns eine Verantwortung trägt für die Vögel und Tiere, auch in Bolivien, auch in den Dörfern der Anden.

Den Menschen ist nicht bewusst, dass es auch in ihren Lebensräumen einzigartige Vögel gibt, die schützenswert sind. Dazu zählt auch der besondere Vogel Poospiza garleppi, das Symbol unseres Besuchs in den beiden kleinen Dörfern. Noemí konnte bei unserem Besuch als einzige von uns ein Paar beobachten. Gut sichtbar war er hingegen  Er wurde auch auf einer Tafeln, die in beiden Dörfern gut sichtbar an den Schulgebäuden angebracht wurden. 

Und als Dankeschön und Stärkung für unsere Weiterreise gab es ein kleines gemeinsames Mittagessen, bestehend aus Kartoffeln, Oka-Knollen, scharfen Paprika und etwas KrautsSalat.

Anschließend haben wir an einem spontanen Gottesdienst teilgenommen in einem baufälligen Gebäude oberhalb des Dorfes. Die Menschen träumen von einer eigenen Kirche, die sie aber nur mit fremder Unterstützung bauen können. Zu groß ist die Armut dort. 

Im nächsten Kapitel in einem der nächsten Gemeinde-News werden wird über den Missionsworkshop in der Iglesia Punto de Gracia und den Gottesdienst der Mutter-Gemeinde von der Iglesia Punto de Gracia in Cochabamba berichten. 

Freut Euch d’rauf. 

Eure Noemi, Sven und Stephan